Dieses Jahr vom 04.-07.07. war die HSG JDV mit einer Mannschaft zum Partille Cup nach Göteborg, dem größten und internationalsten Jugendhandballturnier der Welt. Bei über 1100 Mannschaften und 21.000 Spielern waren wir mit unserer kleinen und überschaubaren Truppe von 9 Spielern und 2 Betreuern ein Teil davon.

Unser Erlebnis startete am Montag morgen um 8 Uhr in Eggebek. Von dort aus ging es los mit einem 7-Sitzer und einem Kombi plus Anhänger nach Göteborg. Es stand uns eine 8 stündige Fahrt über die Oresund- und Storebaeltbrücke bevor. Mit den Mädels im Alter von 15 bis 19 Jahren wurde es natürlich nicht langweilig. Der Beifahrer aka DJ war am Start. Das Proviant, welches uns von Hoppe Fleischwaren gespendet wurde,war eingepackt und die Stories konnten ausgepackt werden. Mit dieser Kombination konnte die Zeit nur schnell rum gehen und schwupps waren wir nach einer kleinen ungewollten Sightseeing-Tour, in Göteborg, an unserer Schule, in der wir untergebracht waren. Nun hieß es auspacken und ankommen. Da wir recht weit von den Spielfeldern in der Stadt weg waren, wurde dann der Weg dahin und das Essen in der Schule getestet. Wie sich herausstellte, konnten wir es tatsächlich essen.

Der zweite Tag begann dann schon um halb 7 Uhr. Denn unser erstes Spiel war um 8:30 Uhr angesetzt. Bis dahin mussten die Mädels noch wach werden, frühstücken und ihren Beutel packen. Da wir es noch nicht besser wussten und unser Zeitplan noch nicht optimal aufgestellt war, kamen wir dann 15 min vor Spielbeginn an und mussten quasi direkt losspielen. Im Nachhinein muss ich sagen, vielleicht hätten wir das jeden Tag so machen sollen, denn das Spiel haben wir direkt gewonnen! Das war ein super Kampf und die Mädels haben richtig Gas gegeben in der 2. Halbzeit. Am Nachmittag hatten wir dann das zweite und letzte Spiel für den Tag, leider hatten wir gegen Västerasirsta HF (Schwedische Mannschaft) keine Chance. Zwischen den Spielen haben wir den Freizeitpark in Göteborg erkundigt und sind der Liseberg Halle hängengeblieben. Die spannende Partie der U18 Europameisterschaften der Mädels zwischen Dänemark und Schweden sollte beginnen. Ein bisschen theoretisches Training schadet nie. Am Abend stand dann die große Eröffnungsfeier in dem Stadion der Stadt an. Uns wurde eine große Show geboten, bei der alle 50 teilnehmenden Länder eingelaufen sind und ein Zusammenspiel mit Tänzern und Live Musik geboten wurde. Alleine für diese Show hat sich die Fahrt schon gelohnt. Einfach unglaublich toll!

 

Der nächste Morgen fing genau so früh an. Als der Wecker klingelte, hat wohl jeder in dem Raum gedacht: “ Der frühe Vogel kann mich mal!“ Leider nützte das nichts. Nach und nach trudelten also alle aus den Betten und wir fuhren wieder nach Heden, den rund 30 Kunstrasenhandballfeldern mitten in der Stadt von Göteborg. Leider spielte das Wetter nicht so mit und es entsprach eher einer Rutschpartie. Trotzdem sahen wir das Klitschnasse- Feld als kleines Glück, denn so konnten die schwedischen und dänischen Mannschaften ihre sämtlichen sonst perfekt sitzenden Tricks und Spielzüge nicht wie gewohnt umsetzen, denn Nässe und Backe verträgt sich nicht so gut. Allerdings konnten auch wir unsere höchst Leistungen nicht abrufen und die Spiele an dem Tag waren leider alle verloren. Aber nicht nur das gewinnen zählt in dieser Woche, sondern einfach das dabei sein! Denn dieses riesen Turnier war ein Erlebnis durch und durch. Indische, russische, norwegische oder anderen 47 Ländern beim Handball zuzugucken ist ein Highlight, dass man nicht alle Tage zu sehen bekommt. Der Abend wurde dann ganz entspannt in unserem Klassenraum verbracht, zusammen mit Naschen und der altbewährten Tradition mit Bibi&Tina als Hörspiel.

Donnerstag. Letzter Spieltag der Gruppenphase. Obwohl wir alle motiviert waren, reichte es an diesem Tag leider nur für zwei Niederlagen und ein Unentschieden. Da die Spiele auch wie die letzten Tage über den ganzen Tag verteilt waren, sonnten wir uns neben den Spielfeldern und genossen die Zeit ganz gemütlich. Unser heutiges Highlight war ein Foto mit Ljubomir Vranjes, dem Trainer der SG Flensburg-Handewitt, der ja ursprünglich aus Schweden stammt. Obwohl man ihn schon öfter in der Flens-Arena gesehen hatte, war es doch ein schönes Erlebnis! Was an diesem Tag natürlich auch als Pflicht Programm gesehen wurde, war das anfeuern von Deutschland gegen Frankreich. Andreas und ich sind dafür extra früher von dem „Leaders Abend“ mit Buffet und Life Band geflohen. Leider hat unser Einsatz nichts gebracht, das nette Sitzen bei Burger King und dem Spiel zu folgen, war aber auch mal was neues. Geknickt ging es dann für alle zur Schule zurück. Dort wurde wieder aufmerksam BiBi&Tina gelauscht.

An diesem Morgen mussten wir nur ein Spiel absolvieren. Leider reichte unser bemühen nicht aus. Ein knappes 19.18 war das Ergebnis. Die Mädels haben aber super gekämpft und alles gegeben! Damit waren wir dann auch im B-Play Off ausgeschieden. im Nachhinein gar nicht schlimm, so konnten wir uns einen richtig tollen Tag im Freizeitpark Liseberg machen! Das Geld zu investieren hat sich auf alle Fälle gelohnt! Wir waren hellauf begeistert und haben den ganzen Tag bis abends um halb 11 dort verbracht. Danach hieß es für einige dann noch mal los und im „Players Club“ ein letztes Mal tanzen.

Samstag. Tag der Heimreise. Wow, ging die Woche schnell um! Da wir nur den 8. Platz erreichten, hatten wir heute keine Spiele mehr. Nach dem Frühstück, als alle gepackt hatten, hieß es dann ab nach Hause. Eine tolle Woche mussten wir hinter uns lassen. Eine 8 stündige Fahrt stand uns bevor. Die Autos waren wieder so belagert wie zur Hinfahrt. Die Stimmung war recht träge, denn alle waren irgendwie kaputt und müde. Trotzdem konnten wir die Woche noch Revue passieren lassen und die Meisten würden nächstes Jahr gerne wieder hinfahren. Diesmal sind sich aber alle einig, dass wir nicht Girls 21, sondern Girls 18 melden würden. Da wären unsere Chancen realistischer gewesen. Alles in Allem hat es uns großen Spaß gemacht die Mädels zu coachen und dabei sein zu dürfen. Ja, diese Woche werden wir nie mehr vergessen. Jedem, der Handball-begeistert ist, rate ich dort hinzufahren. Es lohnt sich! An dieser Stelle möchte ich mich auch bei meinem lieben Andreas bedanken, dass er relativ spontan noch mitgefahren ist und uns unterstützt hat! Ebenso bei den Eltern, die diese Fahrt unter anderem Möglich gemacht haben. Natürlich auch bei einigen Sponsoren, wie Nah&Frisch Viöl, Sporthaus Husum, Hoppe Fleischwaren und dem Förderverein der HSG! Vielen Dank! Zu guter Letzt ein großer Dank an die Mädels selber, die wirklich pflegeleicht waren und es zu dem Erlebnis gemacht haben, das es war!

 

 

 

 

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